Die Anreise war ziemlich stressig, von Seattle nach London, dort 9 Stunden Aufenthalt, schließlich mit einer Stunde Verspätung (zurück) nach Reykjavik, wo ich am 10.7. um Mitternacht (oder ist es dann schon der 11.?) gelandet bin. Gegen 2:00 Uhr morgens war ich dann im Hotel, wo ich am nächsten Morgen auch Nadja, Eva und Ernst getroffen habe, saßen wir um 8:30 Uhr im Bus nach Skogar. Dort würde unsere 4tägige Trekkingtour auf dem Fimmvörðuháls und Laugavegur starten. Die ersten beiden Etappen auf dem Fimmvörðuháls waren eher kurz (14km und 9km). Auf dem Laugavegur, der häufig in 4 Etappen gegangen wird, waren viele Hütten schon ausgebucht, als ich Anfang Februar reservieren wollte. Deshalb haben wir dort jeweils zwei Etappen zusammengelegt, so dass wir am dritten Tag 30km und am vierten Tag 22km zu gehen hatten.
Am ersten Tag war mein Zeitgefühl noch völlig durcheinander, seit der Abreise in Seattle hatte ich fast gar nicht geschlafen, auf Island ist es im Juli außerdem die ganze Nacht hell, und ich wusste nicht, ob ich total k.o. oder hellwach war.
Die Tour fing aber toll an, es ging immer bergauf, vorbei an unzähligen Wasserfällen, später durch Vulkanlandschaften und über Schneefelder. Also entschied ich mich mal für hellwach:-)
Die erste Hütte war recht einfach, klein und voll belegt. Nach der vielen frischen Luft fand ich die Enge und Hitze in der Hütte nur schwer auszuhalten, so dass ich draußen mit allen möglichen Leuten gequatscht hab, bis auch die letzten schlafen gegangen sind.
Am zweiten Tag ging es über einen Pass zwischen den Vulkanen Eyjafjallajökull und Mýrdalsjökull hinunter nach Þórsmörk. Ein abwechlungsreicher Tag, erst Vulkanlandschaften, später kleine grüne Schluchten, dann die Birkenwäldchen in Þórsmörk.
Der dritte Tag - nun auf dem Laugavegur - zog sich, besonders am Nachmittag ging es ewig über ebene Aschefelder dahin... Abwechslung - und kalte Füße - brachten mehrere Flüsse, die zu furten waren.
Am vierten Tag wurde es wieder spannender: Über den Pass Hrafntinnusker ging es nach Landmannalaugar, vorbei an heißen Quellen und farbenfrohen Vulkanlandschaften.
An diesem Tag kamen uns die Teilnehmer des Laugavegur-Ultramarathon entgegen. Sie liefen die vier Etappen, aus denen wir schon zwei gemacht hatten, an einem Tag. Der schnellste Mann in 4:19h, die schnellste Frau in 5:00h. Und ich fand uns schon schnell...
Am fünften Tag schließlich verbrachten wir den Vormittag damit, in den heißen Quellen zu baden und Schafen beim Tanzen zuzusehen, bevor am Nachmittag unser Bus zurück nach Reykjavik abfuhr.
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| Trekking Island |

Hallo Irina,
AntwortenLöschenes hat viel Spaß mit dir, Eva und Ernst gemacht :-)
Meine Bilder gehen diese Woche auf den Weg an dich.
Liebe Grüße
Nadja